Frauen in Führungspositionen

7. August 2011

Wirtschaft

Trotz der heutigen modernen und aufgeschlossenen Zeit, in der die Gesellschaft die Gleichberechtigung von Männern und Frauen eigentlich groß schreibt und sich langsam an den Gedanken der Gleichwertigkeit gewöhnt haben sollte, ist eine Quotenregelung notwendig. Seit den achtziger Jahren gilt die Quotenregelung, insbesondere die Frauenquote als Faktor im Personalwesen von Unternehmen und Behörden. Die Quotenregelung (Frauenquote) soll die weiblichen Arbeitnehmer stärken, die sonst in einer Männerdomäne keine Chance hätten. Trotz guter Vorsätze ist es selbst heute noch so, dass Männer in Führungspositionen bevorzugt werden. Da Männer grundsätzlich nicht unbedingt besser ausgebildet sind und es sich im Großen und Ganzen meist nur um Vorurteile und Gewohnheiten handelt, lieber einen Mann an die Spitze zu setzen, ändert es nichts an der grundsätzlichen Einstellung der Gesellschaft. Ob es sich dabei um Diskriminierung handelt oder einfach nur um vorgefasste Meinungen und Vorstellungen, sei einmal dahingestellt.

Frauenquote – Hilfe oder Diskriminierung?

Dass viele die Frauenquote für Frauen in Führungspositionen für notwendig erachten, ist im Grunde widersprüchlich. Natürlich soll so die Bevorzugung der Männer eingegrenzt werden, indem vorgeschrieben wird, wie viele Frauen in einem Unternehmen oder in einer Behörde angestellt werden. Dabei handelt es sich aber auch bei der Frauenquote um Diskriminierung, da es als gegeben angesehen wird, dass ansonsten Männer diese Positionen bekleiden würden. Es könnte der Eindruck entstehen, dass Frauen nur aufgrund der Frauenquote in diese Position gelangt sind.

Die Frau gilt weiterhin in der Gesellschaft nicht als Karrieremensch. In der Natur der Frau liegt es schließlich, eine Familie zu gründen und diese zu betreuen. Aufgrund dieser Ansicht, die ja auch allzu oft nur korrekt ist, und auch von vielen Frauen vertreten wird, ist eine Quotenregelung notwendig.

Frauen in Führungspositionen

Viele Arbeitgeber lehnen Frauen in Führungspositionen eben aus diesen Gründen ab, da es für sie absehbar ist, dass die Frau früher oder später Kinder bekommen möchte. Damit muss der Arbeitgeber – zumindest vorübergehend – für Ersatz sorgen, was beim Mann – jedenfalls aus diesem Grunde – nicht notwendig ist.

Aus Sicht des Arbeitgebers ist dies zwar verständlich, aus Sicht der Frauen, die ihr Leben lieber der Karriere anstatt der Familie widmen wollen, sehr ungerecht. Schließlich kann der Arbeitgeber keine Garantie für ausbleibende Familiengründung verlangen, da auch dies als Diskriminierung zu verstehen ist. Natürlich würde diese Garantie auch keine Frau der Welt wirklich geben wollen. Eine Frauenquote soll also helfen, Karrierefrauen in Führungspositionen zu bringen. Die Ausbildung und Qualifikation wird deshalb aber noch lange nicht außen vor gelassen.

Für Karrierefrauen gilt also:
Sollte die Frauenquote mit ein Grund sein, warum gerade Sie bei gleicher Qualifikation für eine Führungsposition vorgezogen werden, behaupten müssen Sie, liebe Karrierefrau, sich aber selbst. Deshalb sehen Sie die Frauenquote als das, was sie ist: Eine Unterstützung in der Gesellschaft der vorgefassten Meinungen und Bevorzugungen. Denn ob es eine Frauenquote gibt oder nicht, sie hilft Ihnen nicht beim Erfolg in Ihrer Führungsposition. Dafür sind allein Sie verantwortlich und müssen sich beweisen.

Photo: Michaela Rofeld – Fotolia

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